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In eigener Sache: Die neuen NIMIRUM-Trends

Blog-Eintrag   •   Sep 05, 2014 10:25 CEST

„Die Obsession mit dem Neuen ist schon ziemlich altmodisch, und die Welt verändert sich so schnell, dass wir uns eigentlich gemütlich zurücklehnen können.“ Das ist die eine Extremposition. Die andere lautet: „Lebens- und Arbeitsverhältnisse sind von Tag zu Tag kaum noch wiederzuerkennen, und wir müssen mit der Entwicklung Schritt halten.“ Die Wahrheit liegt in der Mitte. Die großen, unbestreitbaren Veränderungen nennen wir Trends.

NIMIRUM untersucht diese Entwicklungen für seine Kunden. Als Grundlage für die weitere Arbeit mit Ihnen legen wir heute die neuen NIMIRUM Trends vor. Unser größter Trend macht Ihnen Mut: Mythos Fortschritt – wir wissen nicht, ob immer alles besser wird. Wir wissen nicht, ob wir alle auf der Bahn eines unaufhaltsamen Fortschritts leben. Aber wir können unsere gesellschaftliche Wirklichkeit gestalten. Wir können durch Ressource Management and Sustainability dafür sorgen, dass Ideen, natürliche Ressourcen und menschliche Bindungen langfristig zum Tragen kommen. Unsere Expertinnen und Experten stehen Ihnen zur Verfügung und beleuchten für Sie die Auswirkungen großer Trends auf Ihre Branchen und Märkte, damit Sie die Wirklichkeit mitgestalten können.

Customisation und Individualisierung zeigen einen neuen Schritt der Globalisierung an. Die Globalisierung war zunächst eine Zeit der Vereinheitlichung. Plattformen wurden integriert, Prozesse vereinheitlicht und Barrieren abgebaut. Nun können einzelne Unternehmen, Anwender und Verbraucher auf dieser Basis ihre jeweils eigenen Wünsche umsetzen. Auf wirtschaftlicher Ebene vollzieht sich also, was in der Politik Partizipation im Streben nach Gerechtigkeit heißt. Dadurch geraten klassische Rollen ins Wanken – die Trennung zwischen Produzenten und Konsumenten, Regierenden und Regierten, Schöpfern und Nutzern löst sich auf. Das hat Konsequenzen für das Verhältnis von Arbeit und Freizeit, die nicht mehr, wie im 19. Jahrhundert, klar voneinander abgrenzbar sind. Statt von „Arbeit“ sprechen wir von New Work, von wertschöpfenden Tätigkeiten in einer Vielfalt von Umfeldern.

Die Rahmenbedingungen dieser Tätigkeiten verändern sich – das Wie, das Wo und das Wer. Die Virtualisierung schreitet voran; weil Wissen ständig verfügbar ist, orientieren wir uns aber gleichzeitig hin zu ganz bestimmten Orten, zu The New Local, wowir leben, Verantwortung übernehmen und uns gern aufhalten. Mobilität und Migration nennen wir den Trend zur Ortsveränderung, und die beiden Begriffe zeigen an: Wir können oft nicht mehr unterscheiden, welche Ortsveränderungen gewollt und welche erzwungen sind, welche durch Push- und welche durch Pull-Faktoren bewirkt werden. Schließlich Y(outh) and Silver Society, der Generationentrend: Jugendliche und junge Erwachsene werden immer stärker zu Subjekten sozialen Handelns. Sie gestalten Wirtschaft und Gesellschaft mit. Sie sind gut ausgebildet, treffen Kaufentscheidungen und wählen. Der demographische Trend hin zu einer älter werdenden Gesellschaft vollzieht sich parallel dazu. Und das Verhältnis der Geschlechter zueinander, gefasst im Begriff Gender,verändert sich so schnell wie kaum ein anderer Bereich – so sehr, dass wir gar nicht mehr genau sagen können, wie viele Geschlechter es denn gibt.

Für den Einzelnen ergeben sich neue Möglichkeiten. Er oder sie kann die eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln und zu Skills Society und einer immer besseren Qualifizierung der Arbeitswelt beitragen; und er oder sie kann selbstbewusst, aber auch vorsichtig mit dem eigenen Körper umgehen. Health Style und Fitness umfasst gesundheitliche, sportliche, ästhetische und medizinische Aspekte, um die sich der einzelne Mensch sorgt.

Öffentliche Debatten nicht erst der vergangenen zwölf Monate beschäftigen sich vorrangig mit Technologiethemen – mit Big Data und Datenschutz, mit den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Softwareprogrammen, mit der Privatsphäre des Menschen und den Entscheidungsspielräumen einer Gesellschaft. Durch Smart Home, Internet der Dinge und Mobile Access werden sich diese Fragen in den kommenden Jahren noch viel dringlicher stellen. Aus unserer Sicht empfiehlt sich eine multidisziplinäre, internationale, wertorientierte und leistungsbewusste Herangehensweise. Dann werden einzelne Produktfelder wie E-Commerce, Augmented Reality und die Umwandlung der digitalen Wirtschaft in eine Attention Economy eher legitimiert und akzeptiert werden, was für eine nachhaltige Entwicklung unumgänglich ist.

Sie denken trendorientiert?
Sie möchten über Zukunftsthemen und aktuelle Entwicklungen in der Kommunikation Bescheid wissen? NIMIRUM recherchiert Trends für Branchen, Regionen und Märkte. Ihre Ansprechpartnerin ist Anja Mutschler, sie erreichen Sie hier. Oder Sie bewerben sich als Experte (hier).

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