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Wussten Sie schon, mit welchen Experten man Risiken am besten vermeidet?

Blog-Eintrag   •   Jan 08, 2015 11:57 CET

Experten besser als Schwarm und Crowd

Neues Jahr, neuer Markt, neues Produkt, neuer Begriff – wir nehmen im unternehmerischen Alltag unsere Chancen wahr. Und das heißt immer auch: Wir nehmen Risiken in Kauf. Um diese zu minimieren, brauchen wir Frühwarnsysteme. Also eine Möglichkeit, nicht erst im letzten Moment von Gefahren Wind zu bekommen. Der Schwarm und die Crowd helfen hier nicht weiter. Denn wenn schon viele Bescheid wissen, ist es längst zu spät. Nötig sind Experten. Aber wie müssen die sein? Wem kann ein Entscheider vertrauen?

Der Risikoforscher Ortwin Renn hat sechs Eigenschaften identifiziert, die den besten Informationslieferanten auszeichnen:

  1. Kompetenz: Der Experte weiß Bescheid.
  2. Objektivität: Die Experte ist unabhängig von Hierarchien und den Interessen Dritter.
  3. Fairness: Der Experte bezieht alle relevanten Standpunkte mit ein und wägt sie ab.
  4. Geradlinigkeit: Der Experte hängt sein Fähnlein nicht in den Wind, sondern bleibt seinen Leitlinien treu.
  5. Aufrichtigkeit: Der Experte ist ehrlich und verlässlich.
  6. Empathie: Der Experte fühlt sich in die Risikowahrnehmung seines Gegenübers ein.

Auffällig ist, dass mindestens fünf dieser sechs Eigenschaften zum Idealrepertoire der Wissenschaften gehören: Es geht ihnen um Sachkenntnis. Sie sind unabhängig von Partikularinteressen. Sie lassen sich nicht von persönlichen oder disziplinären Eitelkeiten ablenken. Sie besitzen einen hohen Grad an institutioneller Stabilität. Und Wissenschaftler lügen nicht. Genau deshalb können laut Renn Im Umgang mit Risiken „wissenschaftliche Risikoberechnungen die Funktion von Frühwarnindikatoren“ übernehmen.

Frühzeitig und objektiv denken vermeidet Risiken

Wichtig ist in der Forschung natürlich besonders die Objektivität. Für Unternehmen ein Problem: Viele Wissenschaftler scheuen die Kooperation mit der Wirtschaft, weil sie befürchten, ihre Unabhängigkeit zu kompromittieren. Sie haben Angst, dass sich Unternehmen nur mit einem akademischen Plazet schmücken wollen, wo wichtige Entscheidungen bereits gefallen sind.

Vorausschauende Unternehmer wissen, dass sie sich damit keinen Gefallen tun. Wenn der Chef nur hören will, was er schon weiß, macht er sich angreifbar. Er nimmt dann mögliche Risiken – also das Unbekannte – gerade nicht zur Kenntnis.

Unternehmensberatungen sind eine Möglichkeit, externe Kompetenz ins Haus zu holen. Inzwischen deutet sich eine weitere Phase des Strukturwandels an: Unternehmen prüfen nicht mehr nur Prozesse, sondern auch Inhalte in Zusammenarbeit mit unabhängigen Experten. Und zwar sowohl an einzelnen, wichtigen Wendepunkten als auch dauerhaft im Hintergrund.

Fachleute leisten ihren Beitrag dazu, dass Unternehmen durch Sachorientierung die Konfrontation mit scheinbar alternativlosen Sachzwängen umgehen. Wenn diese vorhanden sind, muss ein Unternehmen nicht die von Remigius Bunia so pointiert benannten „Auguren-Experten“ heranziehen, sondern kann trotz Risiken zuversichtlich ans Werk gehen.

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